Laientheater "Am Strungerbaach" e.V.
Laientheater "Am Strungerbaach" e.V.

Was bisher geschah...

Sonntag, 02.11.

Über defekte Tonanlagen, beschäftigte Techniker und einen hängenden Vorhang; über einen verpassten 60. Geburtstag und über ein fantastisches Publikum.....

Aber, der Reihe nach:

Alle sind wieder pünktlich da, auch die Feuerwehr, und es verspricht, eine tolle Schlussvorstellung zu werden. Draußen, im Saal und auf der Bühne ist es immer noch sehr warm – es hat etwas von tropischem Feeling.

Nach der Maske werden alle verkabelt; ein letztes Mal einsprechen für die Technik; kleine Feinheiten im Textablauf werden nochmals durchgegangen und über allem hängt ein wenig Wehmut...heute noch einmal und dann war's das für dieses Jahr.

Doch dieses Wohlgefühl sollte ein jähes Ende haben.

17:25  

            Wieso sind die Jungs von der Technik plötzlich so beschäftigt und arbeiten so fieberhaft an der Tontechnik?

17:28

Philipp (unser Webmaster und ehemaliger NCG-Techniker) kommt mit einer Röte im Gesicht in die Umkleide, welche definitiv nicht von der Maske oder vom Rouge stammt.

 

17:28 und ein paar Sekunden:

O-Ton Philipp: „Das Mischpult ist gerade abgebrannt!“

Fragende Blicke aller Beteiligten: „unn wat heesch dat??“

 

17:28 und noch ein paar Sekunden später:

O-Ton Philipp: „Dass die komplette Tonanlage nicht mehr funktioniert -keine Mikrofone, keine Musik- Üüüüüüberhaupt nichts!!!“

Entsetzen packt die, die diese Aussage realisieren. In Windeseile spricht sich die Tatsache bei den Strungerbaachlern herum. Aaach du decken Tr...!

Der Saal füllt sich mit gut gelaunten Gästen.

17:30

Die Jungs von der Technik arbeiten wie wahnsinnig. Sie holen die „alte“ Tonanlage aus ihrem Kabuff.

Meine Frage, ob die „alte“ denn funktioniert, wird mit den Worten:

„Was meinst Du, warum wir eine neue bekommen haben?“ beantwortet.

Zögerliche Rückfrage: „Weil die Alte nicht funktionierte?“

Nur ein Wort als Antwort: „Netzteilfehler“ - Aber sie versuchen es.

17:35  

Der Saal wird immer voller und wir immer nervöser. Die Techniker arbeiten weiterhin auf Hochtouren.

17:40

Hinweis von der Technik: „Es wird“. Frage: „Wann?“  Antwort: „Es wird!“

17:45

Hinweis von Philipp: „Wir haben  Michael zur Unterstützung angerufen. Er kommt.“

Michael ist ebenfalls ehemaliger Techniker des NCG und kennt uns daher seit Jahren. Zum Glück ist er inzwischen gelernter Veranstaltungstechniker. Er war bei allen Vorstellungen dabei und konnte nur heute nicht, denn... er wollte abends den 60. Geburtstag seines Vaters feiern.

Doch was ist ein 60. Geburtstag gegen einen Notruf des Strungerbaach???

Michael fliegt ein.

17:50

Erste Töne kommen aus den Lautsprechern. Es quietscht zwar und scheppert, doch es kommt etwas heraus. Philipp schnappt sich ein Mikro hinterm Vorhang und erklärt dem Publikum im inzwischen vollen Saal, dass es ein „kleines“ Tonproblem gibt. Oööhaaa...wenn das „klein“ ist - wie sieht denn ein großes aus???

17:55

Eine Premiere bei der Schlussvorstellung, noch nie hat es etwas Vergleichbares in 32 Jahren Strungerbaach gegeben. Soundcheck und Einsprechen hinter dem Vorhang bei gefülltem Saal über die Saalanlage (da im Umbaustress die Kopfhörer beschädigt wurden)

Das Publikum ist das beste der Welt... es klatscht und hat Spaß beim Zählen und Zitieren.

18:03

Paul, Max, Lucas...die Jungs der NCG-Technik und die „alten“ Techniker Michael und Philipp geben das Okay. Wir starten... Die Feinheiten werden im Livebetrieb eingemischt.

Uuuuuuund es funktioniert.

Wir haben nicht nur das beste Publikum der Welt; nein...auch die Besten an der Technik.

Nur die Technik selbst ist......nu jooooh.

Das Stück läuft. Das Publikum gibt Szenenapplaus und zeigt sich in der Pause superbegeistert. Super ist auch inzwischen die Temperatur auf der Bühne. Egal, unser Publikum trägt uns.

Es läuft... bis... sich der Vorhang zum letzten Akt schließen sollte. Tut er aber nicht...der Vorhang hängt!!! Aaach du decken Tr....!! Fehlt nur noch, dass das Licht explodiert. Manno....

Im nun dunklen Off wird sich umgezogen. Muss ein tolles Bild fürs Publikum gewesen sein.

Dann hat Max es geschafft. Der Mann am Seil hakt die Vorhangmechanik wieder ein und zieht gaaaanz langsam zu. Bühnenlicht an und nun aber geschwind.

Vorhang gaaaaaanz langsam wieder auf; letzte Szenen und .....Juuuuubel, Beifall, die Gäste sind aus dem Häuschen. Na ja, unser weltbestes Publikum hat aber auch was geboten  bekommen.

 

Breites Grinsen bei allen Beteiligten, Glückwünsche vom Publikum. Während die letzten Zuschauer herausgehen, baut die „Bodencrew“ schon die Bühne ab.

Näääää, wat woar et schöööön.

Ein riesen Dankeschön an alle.

 

Montag die Bühnenelemente und den ganzen Krimskrams in unser Depot beim BIB bringen; bei Pascalina in der Gaststätte „Bützler“ nebenan die „trazzionellen“ Frikadellen und  Mettbrötchen und dann....

 

Bes hell.

Bes nächtes Johr.

03.11.2014 #wb #pg

 

Samstag, 01.11


Wie besprochen, treffen wir uns schon sehr früh. Denn heute sind wir ausverkauft...nur noch ein paar "Sicherheitsplätze" bleiben, denn das ist durch die Feuerwehr so vorgegeben. Auch unser Filmregisseur Alexander Oehme baut seine Gerätschaften auf. "Ali" ist der Garant dafür, dass wir jedes Jahr einen fantastischen Film vom Stück auf DVD bekommen.

In der Umkleide ist alles ruhig und konzentriert....oben an der Einlasstüre drängen sich hingegen die Besucher. Die Technik und "Ali" legen noch letzte Hand an die Regler und dann können wir aufmachen. Gleich an zwei Türen arbeiten unsere Türsteherinnen Hanne und Birgit. Der Saal füllt sich. Nä wat esset wärm. Draußen (1. November bei 22°C hat man auch nicht oft) - und drinnen auch. Die vielen Leute und die Scheinwerfer lassen es auf der Bühne "mittelmeerwarm" werden.
 
Wir kommen zu den Lockerungsübungen mit Regie-Rosie: Jubel !!... wir brauchen nicht mehr singen. Dafür machen wir so interssante Bewegungen mit den Armen. Oben abknicken; in der Mitte abfallen und unten abschütteln. Beim Atmen in alle Richtungen müssen die Lippen vibrieren. Ihr Lieben... Ihr merkt... selbst beim Warmmmachen geben wir Alles. Nujoh...fast.
 
Was für ein Bild beim Blick durch das Vorhang-Spingserloch. Voller Saal...großartig. Die Temperatur auf der Bühne steigt; die Spannung auch; die Maske hält und die Mikros sind angelegt... es kann losgehen. Aber: wo ist die Brandwache der Feuerwehr, denn ohne die dürfen wir nicht anfangen...? Kurze Nervosität... noch fünf Minuten... und da erscheinen die "Helden in Blau". Sie hatten irgendwie eine falsche Einsatzzeit bekommen. Routiniert prüfen sie alle Sicherheitseinrichtungen - Daumen hoch - Vorhang auf.
 
Bei karibischen Bühnentemperaturen läuft es super. Das Publikum ist großartig. Sogar die kleinsten Zuschauer (auf dem Kindersitz) krähen begeistert und klatschen wie wild. So macht es beim Strungerbaach Spaß.
 
Der "Obs unn Jemöhs senior" vergisst, dass er den Mooond anluuren soll. Unser Mann in der  Souffleurkiste hilft und das Publikum amüsiert sich köstlich. Fr. Bollmann ist wieder mal genial und zeigt auf, was die "Frau vam Chef" alles kann und darf. Das nette Ehepaar Stitzelmann pitscht sich einen und hat sich lieb. Ida und Äu kriegen die Pimpernellen und am Schluss kriegen sich Alle.

Näää... wat esset schön.

Und was für ein tolles Publikum... vielen, vielen Dank.

02.11.2014 #wb
 
 
 

Freitag, 31.10

Nach einer Woche Strungerbaach-Abstinenz wieder loslegen. Jawoll... genau das haben wir vermisst.
Die Theken müssen wieder aufgebaut werden; unsere Versorgungsleute (von der Garderobe bis zum Sekt) machen ihre Jobs hervorragend, damit sich unser Publikum wohl fühlt.
Und dann die neuen Polovereinshirts... nää, wat sinn se schick.
 
Kurze Nervosität in der Umkleide und Maske. Wie es halt so ist, wenn man/Frau sich sooo lange nicht gesehen hat. Dann alles wie gewohnt, obwohl... wieso schminken sich unsere Maskenbildnerinnen selbst und.. wieso haben die so schrille Klamotten an?

Aaah ja, Halloween. Mystische Dinge passieren. Scheint ansteckend zu sein, denn...ja, wir kommen wieder zu den allseits beliebten Lockerungsübungen.
Heute atmen wir nicht nur in den Bauch (ich überlege seit einer Woche, wohin die ganze Luft geht), sondern laut Regie-Rosie "in alle Richtungen". Oha... das muss ich mir aber mal so überlegen, wie das nun geht... aber ich komme gar nicht dazu! Wir malen Kreise und Achten auf einem Bein und singen alle einen Ton. Dabei soll dann noch jemand einen anderen Ton darüberlegen. Nu joh... joh... ich habe es auch nicht so ganz verstanden. Aber ich bemühe mich intensivst, in alle Richtungen zu atmen... und mein alltägliches Ich total auszuschalten.

Ganz kurz frage ich mich: wer bin ich und wat ess he loss...? ..unnesu.
 
Das Publikum ist inzwischen zahlreich erschienen und dann geht's auch los - nachdem noch ein paar Nachzügler ihren Platz gefunden haben. Wouw...und was für ein Publikum ist das; super... toll... einfach nur Klasse. Das wiederum wirkt sich auf alle Spieler und -innen aus. Es läuft fantastisch. Kleine Hänger werden überspielt. Unser Mann aus dem Soufflereukasten kann ruhig atmen - heute muss er nur einmal kurz helfen.

Was für ein tolles Publikum !!!!

Szenenapplaus und am Schluss zwei Vorhänge (zusätzlich zum Apfelsinentanz).

Das tut richtig gut. Ein Riesendankeschön dafür.

Was? Wie bitte? -ach su joh: die Strunde am Damenklo. Technischer Defekt; den Hausmeistern bekannt; nächste Woche kütt dä Inschdallateur. Gehn die Mädels halt bei den Jungs. Wir sind sowieso eine große Familie, drömms.
 
Und morgen ist ausverkauft (seit Jahren hält sich ja das Gerücht, dass wir "immer" ausverkauft wären.
Stimmt nicht, aber morgen ist es wirklich mal so. Neugierige daher auf Sonntag wechseln, da haben wir wieder Platz).


Wir freuen uns mächtig auf Sie!

31.10.2014 #wb

Sonntag, 26.10.

Wechsel auf Winterzeit, aber alle sind pünktlich da.
Der Bürgermeister Lutz Urbach mit seiner Frau Tanja;
der Stammgast Günther Klum mit seiner Frau Erna;
der Elmar Schneider mit seinen Brandwachenfeuerwehrkollegen;
die Damen und Herren vom Roten Kreuz samt RTW,
der Hausmeister vom NCG Wolfgang Hampicke
die Weckmänner (die sinn jo suuu lecker) vom Bäckermeister Lob;
das Bühnenmöbel vom Möbel-Lenz und
der Ralph Grübner aus Ludwigshafen-Oppau. Fan des Strungerbaach und Kirchenorganist in Oppau, der (Gott sei Dank) nicht von der Explosion betroffen war.
 
Und Sie...und auch Sie...und; ja....auch Sie!!!
Halt unser heißgeliebtes Publikum.
Na dann kann's ja losgehen. Moment noch - in der Umkleide rücken alle die "privaten" 20-Cent-Stücke raus, weil es da ein wenig an den Weckmännernkassen mangelte.
 
Okay...aber jetzt. Letzer Blick durch das berühmte Loch im Vorhang. Der Saal ist gut besetzt....prima.
Ja,ja...ja doch: Entspannungsübungen mit Regie-Rosie...ich atme wieder in den Bauch, lasse die Arme baumeln, denke nicht daran, wer ich bin. Der Webmaster will schon wieder Bilder machen...

Es geht los.....
 
Ein sehr aufmerksames Publikum. Das freut uns. Und dann...die Balkonszene von Äu und Fritz naht.
Unser Mann im Souffleurkasten bekommt leichte Schnappatmung. Wird es gut gehen?
Regie-Rosie hat eine Idee...sie krabbelt im Off hinter die Blindwand des Balkons und will "im Notfall" als Hilfsouffleuse einspringen. Unser Mann im Souffleurkasten hat inzwischen mittelschwere Schnappatmung und... und... Perfekt.
Es läuft.
Wieder ist die "Ersatz" Frau Bollmann toll. Merci für diese Hilfe und den Einsatz an Elisabeth. Ist eigentlich aufgefallen, dass der "Obs un Jemöhs Junior" seinen eigenen Vater nicht mit Namen kennt?
Nää, ne?
In den Katakomben und der Maske ist alles okay. Dieses Mal ist es viel ruhiger.
Nur... wieso läuft das Wasser der Strunde neuerdings auf dem Gang vorm Damenklo der Umkleide???
Am Freitag dazu mehr.
 

Danke, Danke, Danke an die Gäste des Strungerbaach für Ühren Applaus unn Ühr Lob.
Nächtes Wochenende geht's weiter.

27.10.2014 #wb

 

 

Samstag, 25.10.: Premiere....

Alle sind aufgeregt. Wird es gut? Kann ich den Text? Nochmals in Gedanken die Gänge auf der Bühne  durchgehen. Okay...passt.
Die Technik will, dass wir uns alle auf der Bühne mit den Headsets nochmals einsprechen.
Oh Mann...noch eine Stunde und dann sowas. Aber...muss sein. Nun denn, dann holen wir wieder den Regenwurmtext raus. Lachen bei den Jungs von Licht und Ton..alles tiptop.
 
In der Umkleide und Maske ist es enorm wuselig. Der Geräuschpegel steigt. Unser Webmaster will ständig Fotos machen und eigentlich müsste ich die Haare schön bekommen und noch Rouge und überhaupt..unnesu. Alle reden gleichzeitig. Nervös??? Nöö...wobei...hmm. Atem- und Lockerungsübungen mit unserer Regisseurin Rosie. Nää, wat esset schön. Ich soll in den Bauch atmen und die Arme baumeln lassen und mein alltägliches "Ich" vergessen. Nu joh..ne. Dann ein letzter Spingserblick durch das berühmte Loch im Vorhang. Premierenpublikum ist immer etwas Besonders und ......es geht los.
 
Jawoll...die Gäste gehen mit. Applaus bei den ersten Szenen. Es läuft.
Es läuft???
Aujust "Äu" Odenbusch und Fritz Stitzelmann haben ihren Balkonauftritt. Play in Play...Theater im  Theater...die beiden Freunde wollen der Frau Stitzelmann was vorspielen. Und da passiert es.... Fritz  verpasst ein Stichwort und ist textlich raus....und "Aü" kommt auch aus dem Tritt. Aber die beiden (im  wahren Leben zusammen mit der diesjährigen "Thekenfachkraft" Herri die Gebrüder Spillner) sind seit  ewigen Zeiten dabei - und retten die Szene. Tosender Applaus des Publikums. Schweißperlen auf Rosies Stirn. Unser Mann in der Souffleurkiste stirbt gerade einen Heldentod.
Es läuft.
Dann der Apfelsinen-Tanz am Schluss und .... Beifall, Zugaberufe und Lob von unseren Gästen. Aufgeregtes Fragen an Freunde aus dem Publikum: "Habt ihr den Hänger mitbekommen?" -"Was für einen Hänger?" Erklärungen. "Wiiiiiieeee, das gehörte nicht dazu??"

Öha..nun atme ich aber gerne in den Bauch. Anschließend zum Gronauer Wirtshaus und  Premierenessen. Danke an Udo Güldenberg und sein Team. Lecker!!!

Und dann.... no heim...schlooofen.

Näää, wat woar et schöön.

27.10.2014 #wb
 

Danke!

Nach einer tollen Spielzeit verabschieden wir uns nun in die Winterpause, wünschen Ihnen ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest und freuen uns auf die neue Spielzeit in 2018.

 

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch wünscht Ihnen das Team vom Laientheater "Am Strungerbaach e.V."

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